Morgan Stanley setzt den Optimismus für Tesla -Aktien auf und senkt das Kursziel vor dem Gewinn.
Die Analysten von Morgan Stanley haben den Aufwärtstrend bei der Tesla-Aktie gebremst und ihr Kursziel im Vorfeld der in dieser Woche anstehenden Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen nach unten korrigiert.
Während die Tesla-Aktien im vergangenen Jahr einen Anstieg von 66 Prozent verzeichneten, hat ein Rückgang von 15 Prozent im laufenden Jahr bei einigen Investoren, darunter auch bei Morgan Stanley, Vorsicht ausgelöst. In einer Mitteilung an die Investoren betonten die Analysten ihre Bedenken hinsichtlich der globalen Nachfrageprobleme und nannten Faktoren wie verschärften Wettbewerb, Preisschwankungen und eine Verlangsamung der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.
Trotz Teslas Erfolgen, darunter das Erreichen des Auslieferungsziels von 1,8 Millionen Einheiten im Jahr 2023, die führende Position bei den Elektrofahrzeugauslieferungen in allen Regionen sowie die Einführung neuer Modelle wie des Cybertrucks und des neu gestalteten Model 3, nimmt Morgan Stanley für 2024 eine zurückhaltende Haltung ein. Die Analysten sehen Herausforderungen in der globalen Elektrofahrzeuglandschaft voraus und betonen die Notwendigkeit zur Vorsicht bei Teslas Volumen- und Rentabilitätsaussichten für 2024. Morgan Stanley erkennt zwar die Schwierigkeiten auf dem Elektrofahrzeugmarkt an, bleibt jedoch optimistisch hinsichtlich des KI- und Robotikpotenzials von Tesla.
Adam Jonas skizzierte in seiner Analystennotiz verschiedene Risikofaktoren für Tesla im kommenden Jahr, darunter Preisanpassungen, eine mögliche Schwächung oder ein Auslaufen der Anreize für Elektrofahrzeuge, Überkapazitäten in China, Unsicherheiten hinsichtlich des Restwerts und eine Reduzierung der Flotten, die sich auf Elektrofahrzeuge konzentrieren. Dieser vorsichtige Ansatz spiegelt die sich ständig ändernde Dynamik und den zunehmenden Wettbewerb im Elektrofahrzeugsektor wider.
Morgan Stanley hat Bedenken geäußert, dass verschiedene Herausforderungen die Aussichten von Tesla beeinträchtigen. Hier ist eine Aufschlüsselung der wichtigsten Probleme:
Preissenkungen:
Teslas Bemühungen, im Jahr 2023 Preisstabilität zu erreichen, haben die Bedenken zwar gemildert, bleiben aber für die Anleger ein Grund zur Sorge. Besonders beunruhigend für Morgan Stanley sind die Preissenkungen in China und Europa, die die Erwartungen für das Gesamtjahr übertreffen. Die rasche Anpassung nach Produktionskürzungen bei Giga Berlin deutet auf eine sich rasch ändernde Situation auf dem europäischen EV-Markt hin.
Auslaufen/Abschwächung der Anreize für Elektrofahrzeuge:
Tesla befindet sich in den USA in einer Phase der Veränderungen, insbesondere in Bezug auf die Steuergutschriften für Elektrofahrzeuge. Der Verlust der Steuergutschriftberechtigung für zwei Modell-3-Konfigurationen, obwohl das Auto erschwinglich ist, gibt Anlass zur Sorge. Morgan Stanley äußert sich skeptisch über die Zukunft der Anreize, insbesondere der Investitionssteuergutschrift (ITC), und verweist auf die zunehmende Unsicherheit. Dies könnte die Verbraucher beeinflussen und sie möglicherweise zu anderen Fahrzeugen umleiten, da auch andere große Automobilhersteller ihre Steuergutschriftberechtigung verlieren.
Überkapazitäten in China:
Das chinesische Team von Morgan Stanley beobachtet, dass Faktoren wie Umsatzkannibalisierung, erhöhte Batteriekapazität, Lagerbestände und das Auslaufen lokaler Konjunkturmaßnahmen zu potenziellen Herausforderungen für Tesla in China beitragen.
Restwertrisiken:
Preissenkungen durch Originalhersteller (OEMs) haben sich auf die Restwerte von Elektrofahrzeugen ausgewirkt und zu einer geringeren Begeisterung der Händler für Elektroautos geführt. Die Volatilität des Restwerts, so Jonas, beeinträchtigt das Wertangebot für die Verbraucher und führt zu Unsicherheit für Leasingpartner. Die geringe globale Leasingdurchdringung von Tesla verstärkt die Bedenken zusätzlich.
Flotten reduzieren Elektrofahrzeuge:
Hervorzuheben ist die Entscheidung von Hertz, sein massives Engagement für Elektrofahrzeuge aufgrund von Kostenfehlkalkulationen zurückzufahren und ein Drittel seiner Elektrofahrzeugflotte zu verkaufen. Auch andere Unternehmen reduzieren ihr Engagement für Elektrofahrzeuge, was sich auf die Auftragsvolumina der Elektrofahrzeughersteller auswirkt. Es wird erwartet, dass Flotten, die die Bestellungen erheblich ankurbeln und es den Fahrern ermöglichen, Elektrofahrzeuge vor dem Kauf auszuprobieren, eine geringere Rolle spielen werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Morgan Stanleys Vorsicht gegenüber Tesla im Jahr 2024 auf eine Kombination aus Preisproblemen, veränderten Anreizlandschaften, Marktdynamik in Schlüsselregionen und möglichen Auswirkungen auf Restwerte und Flottenverpflichtungen zurückzuführen ist.
-----------Der Artikel stammt aus TESLARATI.
